Malz. Maische
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Das Läutern ist einer der wichtigsten Schritte bei der Herstellung der Würze. Hier trennt man die Würze vom Treber, also dem ausgelaugten bzw. verwendeten Malz. Hier kann es aber zu Problemen kommen.

Worauf ihr achten könnt damit es nicht dazu kommt verraten wir euch hier:

Die richtige Schrotung des Malzes

Bevor es um das Läutern an sich geht, möchte ich erstmal auf einer der wichtigsten Aspekte beim problemlosen Läutern eingehen. Die Läuterkatastrophe lässt sich nämlich schon hier vermeiden in dem man das Malz entsprechend seiner Anlage schrotet.

Generell gilt, je gröber das Malz geschrotet ist, desto einfacher lässt es sich läutern. Dabei leidet aber natürlich irgendwann die Ausbeute. Vice versa gilt natürlich das gleiche.

Wenn ihr das Malz geschrotet bestellt, ist es zumindest bei uns so abgestimmt, dass auch Malzrohrsysteme wie der Braumeister damit keine Probleme haben. Dafür testen wir unser Malz regelmäßig auf den verschiedenen Anlagen.

Wenn ihr aber eine Schrotmühle zuhause habt, könnt ihr euer Malz natürlich so schroten, dass es perfekt für eure Anlage passt. Grundsätzlich solltet ihr das Malz so grob wie nötig, aber so fein wie möglich schroten. Viele verwenden auch eine Fühlerlehre um ihre Mühle einzustellen.

Die Spelzen sollten in jedem Fall größtenteils intakt bleiben, damit die Filterwirkung erhalten bleibt.

Die Schüttung

Auch bei der Schüttung gibt es ein paar Dinge auf die ihr achten könnt. Im besten Fall enthält sie überwiegend vermälztes Getreide, vor allem Gerstenmalze weil diese noch Spelzen haben. Bei Weizenmalz sieht das zum Beispiel anders aus, hier fehlen die Spelzen. Deshalb ist es auch fast unmöglich, Schüttungen mit mehr als 70% Weizenmalz zu läutern.

Reisspelzen können hier Abhilfe schaffen. Gerade bei Schüttungen mit viel anderem Getreide (Hafer, Weizen, Dinkel), wie es bei NEIPAs vorkommt kann man mit Reisspelzen eine Absicherung schaffen.

Hier solltet ihr ca. 5% der Schüttung an Reisspelzen verwenden.

Wenn ihr zum Beispiel eine Schüttung mit 50% Weizenmalz und 50% Roggenmalz einbrauen wollt, solltet ihr zur Brew Bag greifen. Hier ist es so, dass das Läutern bereits geschehen ist bzw. das Malz durch den Stoff der Bag bereits von der Würze getrennt ist und ihr einfach nur die Bag rausziehen müsst.

Auch insgesamt funktioniert dieser Prozess einfacher und schneller als mit einem normalen Läutersystem.

Geschwindigkeit

Viele Hobbybrauer denken, dass das Läutern ein Wettrennen wäre und je schneller, desto besser.

Genau hier kann man auch sehr viel kaputtmachen. Eine gute Richtlinie wie schnell ihr läutern solltet ist ca. 0,5l pro Minute. So seid ihr auf der sicheren Seite, dass ihr durch ein zu weites öffnen des Hahnes keinen zu großen Unterdruck erzeugt.

Unterdruck so gering halten wie möglich

Auch hier könnt ihr durch einen kleinen Trick das Läutern optimieren.

Der klassische Weg ist, einfach einen Schlauch direkt an den Auslaufhahn des Läuterbottichs anzuschließen, der dann in die Würzepfanne gelegt wird. Das sorgt aber für einen höheren Unterdruck, was dazu führen kann, dass der Treber sich zusammenzieht und im schlimmsten Falle sogar dicht macht.

Um das zu vermeiden, könnt ihr euch einen Trichter schnappen, diesen unter den Auslaufhahn montieren und dort den Schlauch anzuschließen. So verringert ihr den Unterdruck im Treber deutlich, da nur noch der Auslaufhahn einen kleinen Unterdruck erzeugt.

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